3. Rhein-Sieg-Gespräch der JU und MIT Rhein-Sieg

24.10.14

 

Unsere Energieversorgung heute und morgen

Wohlstand und Fortschritt in unserer Gesellschaft hängen maßgeblich von einer gesicherten und umweltverträglichen Energieversorgung ab. Damit diese auch zukünftig gewährleistet ist, führt Deutschland ein gesellschaftliches Jahrhundertprojekt durch: die Energiewende. Welche Auswirkungen das schon heute und in Zukunft haben wird, darüber diskutierten Unternehmer und Fachleute der Energiewirtschaft bei einer Podiumsveranstaltung mit offener Diskussion in der Troisdorfer Firma PLANER Systemtechnik GmbH & Co. KG. Sie fand im Rahmen der 3. Rhein-Sieg-Gespräche statt. Einer gemeinsamen Veranstaltungsreihe der Jungen Union (JU) und der Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung (MIT) Rhein Sieg. Das diesjährige Thema stieß auf großes Interesse. Unter der Moderation von Marc Müller von der JU Bornheim diskutierten Peter Blatzheim (Geschäftsführer der Stadtwerke Troisdorf), Marco Planer (Geschäftsführer der Fa. Planer Systemtechnik), Alexander Reuter (Konstruktionsleiter der Fa. Planer Systemtechnik) und Martin Böhm (Obermeister E-Innung Bonn-Rhein-Sieg) das komplexe Thema.
Dabei stellte Blatzheim zu Beginn klar, dass das deutsche Gesetz für den Ausbau erneuerbarer Energien (EEG) allenfalls ein „Reförmchen“ sei. Allein mit erneuerbaren Energien sei der stetig wachsende Primärenergiebedarf nicht zu decken. So betrage derzeit der Anteil erneuerbarer Energien an der Stromerzeugung in Deutschland nur 27%. Eine 100%ige Versorgung mit erneuerbaren Energien sei weder technisch machbar noch ökonomisch sinnvoll, so Blatzheim. Der Wind wehe nun mal zu 75% der Zeit nicht. Und auch die Energieerzeugung durch Photovoltaikanlagen sei begrenzt. Versorgungssicherheit brauche daher den Energiemix, zu dem auch der Betrieb konventioneller Kraftwerke gehöre.
Martin Böhm verwies in diesem Zusammenhang auf die Wichtigkeit, Energieeinsparpotenziale sowohl in gewerblicher als auch in privater Hinsicht zu nutzen. So trage der Umstieg auf LED-Beleuchtung und die Entwicklung von Anlagen und Maschinen mit deutlich verringertem Stromverbrauch erheblich zu Energieeinsparungen bei.


Wer Energie sparen will, muss wissen, wo es in seinem Betrieb Einsparpotenziale gibt. Hierzu demonstrierte Pascal Schmidt von den Stadtwerken Troisdorf ein intelligentes Messgerät, welches eine einfache und flexible Energiedatenerfassung im Betrieb möglich macht. Die kleine TroInform-Messbox der IPTro GmbH kann die Stromverbräuche von Fertigungsanlagen detailliert messen und visualisieren. „Wir ermöglichen hiermit den Unternehmen, mit wenig Aufwand energieeffizienter zu produzieren“, erklärte Schmidt.


Am Ende einer spannenden Diskussion dankten der Kreisvorsitzende der MIT Rhein-Sieg Norbert Nettekoven und der stellvertretende Kreisvorsitzende der Jungen Union Rhein-Sieg Tim Hartmann den Organisatoren und den interessierten Gästen. “Wir wurden heute über ein wichtiges Thema informiert, dass uns alle bewegt und in Zukunft bewegen wird“, sagte Nettekoven.

Das Foto zeigt (v.l): Martin Böhm, Marco Planer, Alexander Reuter, Norbert Nettekoven, Peter Blatzheim, Marc Müller, Pascal Schmidt
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